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Website-Relaunch und SEO: So behalten Sie Ihre Rankings

Christian Gerber · 16. Oktober 2026
301-Weiterleitung von der alten auf die neue Website mit stabiler Rankingkurve

Bei einem Website-Relaunch bleiben Ihre Rankings erhalten, wenn jede alte Adresse per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite zeigt, wenn Inhalte mit guten Platzierungen nicht verloren gehen und wenn die Technik vor dem Livegang geprüft wird. Klingt einfach, scheitert in der Praxis aber oft an einem Punkt: SEO kommt zu spät ins Projekt. Dann stehen Design und Seitenstruktur bereits fest, und der Rankingverlust zeigt sich erst Wochen nach dem Start. Welche Schritte beim Website-Relaunch aus SEO-Sicht entscheidend sind und wo bei B2B- und Industrie-Websites die typischen Fallen liegen, lesen Sie hier.

Warum Websites nach einem Relaunch Rankings verlieren

Rankings gehen nach einem Relaunch fast immer aus vermeidbaren Gründen verloren. Google speichert jede Seite unter ihrer Adresse. Ändert sich diese Adresse, müssen alle Signale der alten Seite, etwa Verlinkungen und Rankinghistorie, an die neue weitergegeben werden. Das gelingt nur, wenn Google den Weg dorthin findet.

Die häufigsten Ursachen sind fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte, die bisher Besucher gebracht haben, und Weiterleitungen aller alten Seiten auf die Startseite. Google rät ausdrücklich davon ab, viele alte Adressen auf ein einziges, unpassendes Ziel umzuleiten. Dazu kommen technische Fehler aus der Entwicklungsphase, etwa eine Sperre für Suchmaschinen, die nach dem Livegang versehentlich aktiv bleibt.

Ein weiterer Grund wird oft unterschätzt: Viele Unternehmen ändern beim Relaunch alles gleichzeitig, also Domain, Design, Inhalte und Seitenstruktur. Google empfiehlt, Änderungen nacheinander umzusetzen, und weist darauf hin, dass ein gleichzeitiger Umbau von Inhalten und Adressstruktur wahrscheinlich zu Besucherverlusten führt.

Wann SEO in die Relaunch-Planung gehört

SEO gehört an den Anfang des Projekts, bevor Seitenstruktur und Design festgelegt werden. Nur dann kann die neue Struktur auf den Begriffen aufbauen, über die Kunden Sie heute schon finden, und auf denen, die Ihnen bisher fehlen.

In der Praxis heißt das: Bevor die Agentur die neue Navigation entwirft, sollte klar sein, welche Seiten heute Besucher und Anfragen bringen, welche Suchbegriffe dahinterstehen und welche neuen Themen die Website künftig abdecken soll. Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, Schwächen der alten Website zu beheben. Diese Chance nutzt nur, wer sie früh einplant.

Die wichtigsten SEO-Schritte beim Website-Relaunch

Ein sauberer Relaunch folgt aus SEO-Sicht einer festen Reihenfolge: Bestand erfassen, Weiterleitungen planen, neue Website testen, Livegang absichern und die ersten Wochen eng beobachten.

Bestand erfassen

Erstellen Sie eine vollständige Liste aller aktuellen Adressen Ihrer Website, einschließlich PDFs, Bilder und Sprachversionen. Ergänzen Sie, welche Seiten in der Google Search Console die meisten Klicks bringen, für welche Begriffe sie ranken und welche Seiten von anderen Websites verlinkt werden. Diese Liste ist die Grundlage für alle weiteren Schritte und gleichzeitig Ihr Vergleichswert nach dem Start.

Weiterleitungen planen

Jede alte Adresse bekommt ein Ziel auf der neuen Website, und zwar die Seite mit dem inhaltlich passendsten Thema. Verwenden Sie dauerhafte 301-Weiterleitungen und leiten Sie direkt auf das endgültige Ziel weiter, ohne Zwischenschritte. Seiten, die bewusst wegfallen und keinen Nachfolger haben, müssen nicht weitergeleitet werden. Laut Google sollten Weiterleitungen so lange wie möglich bestehen bleiben, in der Regel mindestens ein Jahr.

Neue Website vor dem Start testen

Prüfen Sie die neue Website auf der Testumgebung: Sind alle wichtigen Inhalte übernommen? Haben die Seiten sinnvolle Titel, Beschreibungen und Überschriften? Funktionieren interne Links? Laden die Seiten schnell, auch auf dem Smartphone? Und ganz wichtig: Ist die Testumgebung für Suchmaschinen gesperrt, damit Google sie nicht vorab indexiert?

Livegang absichern

Am Tag des Starts heben Sie die Sperre für Suchmaschinen auf, aktivieren die Weiterleitungen und testen sie stichprobenartig, vor allem für Ihre wichtigsten Seiten. Reichen Sie die neue XML-Sitemap in der Google Search Console ein. Bei einem Domainwechsel nutzen Sie zusätzlich das Tool zur Adressänderung in der Search Console.

Die ersten Wochen beobachten

Nach dem Livegang beobachten Sie in der Search Console Klicks, Rankings, Indexierung und Fehlerseiten. Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Laut Google kann es bei einer mittelgroßen Website einige Wochen dauern, bis die meisten Seiten im Index umgezogen sind. Bleiben wichtige Seiten dauerhaft schwächer, vergleichen Sie mit Ihrer Bestandsliste und korrigieren gezielt.

Typische Fallen bei B2B- und Industrie-Websites

Industrie-Websites haben beim Relaunch eigene Risiken, weil sie oft über Jahre gewachsen sind und viele Inhalte außerhalb normaler Seiten enthalten.

Technische Datenblätter, Kataloge und Zertifikate liegen häufig als PDF vor und ranken teilweise selbst bei Google. Werden sie beim Relaunch gelöscht oder umbenannt, verschwinden auch diese Rankings. Prüfen Sie Ihre Downloads deshalb genauso wie Ihre Seiten. Noch besser ist es, die wichtigsten Kennwerte direkt in den Seitentext zu übernehmen, wie wir es im Beitrag zu SEO im Maschinenbau beschreiben.

Sprachversionen sind die zweite große Falle. Exportorientierte Unternehmen haben oft mehrere Sprachen, deren Adressen sich beim Relaunch ändern. Hier müssen nicht nur die Weiterleitungen für jede Sprache stimmen, sondern auch die hreflang-Angaben, die Google zeigen, welche Sprachversion zu welchem Markt gehört.

Und schließlich die Referenzen: Ältere Projektberichte oder Fachartikel werden beim Relaunch gern als „veraltet“ aussortiert. Gerade solche Seiten haben oft über Jahre Verlinkungen und Rankings gesammelt. Aktualisieren ist meist besser als Löschen.

Wann ein Relaunch wenig SEO-Aufwand braucht

Nicht jeder Relaunch ist ein großes SEO-Projekt. Bleiben alle Adressen und Inhalte gleich und ändert sich nur das Design, ist das Risiko deutlich kleiner. Dann genügt es meist, vor dem Start Titel, Überschriften, interne Links und Ladezeiten zu prüfen und die Sperre der Testumgebung rechtzeitig aufzuheben.

Aufwendig wird es, sobald sich Adressen, Inhalte, die Domain oder das Content-Management-System ändern. In diesen Fällen lohnt sich eine SEO-Begleitung von Anfang an, weil Fehler nach dem Start deutlich mehr Zeit kosten als ihre Vermeidung vorher.

Website-Relaunch mit TM-Search begleiten

TM-Search ist eine SEO-Agentur für B2B-Unternehmen und Industriebetriebe. Bei einem Relaunch übernehmen wir die SEO-Seite des Projekts: von der Bestandsaufnahme über den Weiterleitungsplan bis zur Kontrolle nach dem Livegang. Weil wir eng mit unserer Schwesteragentur TM-Website zusammenarbeiten, fließen SEO und Webdesign von Beginn an zusammen, statt erst kurz vor dem Start aufeinanderzutreffen. Dabei denken wir auch an die Sichtbarkeit in KI-Suchen wie ChatGPT.

Sie planen einen Relaunch oder haben nach einem Relaunch Rankings verloren? In unserer kostenlosen GEO- und SEO-Analyse prüfen wir die technischen Grundlagen Ihrer Website, Ihre Keyword-Potenziale sowie Ihre Sichtbarkeit im Wettbewerb und geben Ihnen klare Handlungsempfehlungen. Wer hinter TM-Search steht, erfahren Sie auf unserer Agenturseite.

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Häufige Fragen zum Website-Relaunch und SEO

Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach einem Relaunch stabilisieren?

Das hängt von der Größe der Website und der Qualität der Umsetzung ab. Laut Google dauert es bei einer mittelgroßen Website einige Wochen, bis die meisten Seiten im Index umgezogen sind, bei größeren Websites länger. Schwankungen in dieser Zeit sind normal.

Wie lange müssen Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google empfiehlt, Weiterleitungen so lange wie möglich beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr. Für Besucher, die alte Links oder Lesezeichen nutzen, ist es sinnvoll, sie dauerhaft bestehen zu lassen.

Sollte ich Domainwechsel und Relaunch gleichzeitig umsetzen?

Besser nicht. Google empfiehlt, große Änderungen nacheinander umzusetzen, etwa zuerst die Domain zu wechseln und danach Inhalte und Struktur zu ändern. So lassen sich Ursachen für Rankingveränderungen auch klar zuordnen.

Was passiert mit alten PDFs und Downloads?

Auch PDFs haben eigene Adressen und können bei Google ranken. Bekommen sie beim Relaunch neue Adressen, brauchen sie ebenfalls Weiterleitungen. Veraltete Dokumente leiten Sie auf die aktuelle Version oder die passende Produktseite weiter.

Wirkt sich ein Relaunch auch auf die Sichtbarkeit in ChatGPT aus?

Ja. ChatGPT stützt sich bei der Websuche auf Suchergebnisse und einen eigenen Crawler. Fehlende Weiterleitungen oder ein neuer Server, der KI-Crawler pauschal blockiert, können deshalb auch Ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten verschlechtern.

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